Einsamkeit im Alter: Ein Abend voller Begegnungen in Gunzwil

Rund 60 Personen folgten am Montag, 17. November 2025, der Einladung der Gemeinden Beromünster, Rickenbach und Hildisrieden. Die Gemeinden wurden unterstützt vom Ortsmarketing 5-sterne-region.ch. Gemeinsam luden sie ins reformierte Kirchenzentrum Gunzwil ein, um das Thema Einsamkeit im Alter offen zu beleuchten.

Zum Einstieg zeigten vier Seniorinnen und Senioren ein kurzes Theaterstück. Unter dem Titel «Einsam? Gemeinsam» erzählten sie Geschichten aus dem Alltag. Mal nachdenklich, mal humorvoll – und immer nah am Leben. Das Stück öffnete auf leichte Weise den Zugang zu einem Thema, das viele betrifft und doch oft unausgesprochen bleibt.

Ein Schauspieler meinte:

«Am meischtä vermissi d’Mittagässä. Es isch würkli schön gsi: D’Chind sind hei cho, händ gschnädderät, dass diä Kollegin fies gsi isch, dass äs i dä Pausä luschtig gsi isch, dass si d’Nämä vo Flüss münd uswändig lerä. Es isch natürli niä schpektakulär gsi, was si verzellt händ, aber ich han immer s’Gfühl gha, ich seig voll am Läbä beteiliget. Mir sind eifach ä richtigi Familiä gsi, jede hät sin Platz gha. Hüt issi immer ällei. Ich chochä nöd so gern, meischtäns issi eifach ä Wurscht, chli Chäs und Brot voräm Fernseh. Meischtäns trinki dänn au chli gnuäg … Mir fählet d’Chind sehr. Und diä Mittagässä.»

Im Anschluss führte eine moderierte Gesprächsrunde weiter in die Tiefe. Die Besucherinnen und Besucher teilten Erfahrungen, brachten Fragen ein und sammelten Ideen, wie Einsamkeit im Alter erkannt und überwunden werden kann. Die Diskussion zeigte, wie unterschiedlich Einsamkeitsgefühle sein können – und wie wichtig lokale Angebote und persönliche Kontakte sind.

Der Abend klang bei einem Apéro aus. Es wurde angeregt weitergeredet, gelacht und Kontakte wurden geknüpft. Genau das, was sich die Veranstalter wünschten: Menschen zusammenbringen und Mut machen, über Einsamkeit zu sprechen.

Das Projekt «Wege aus der Einsamkeit im Alter» hat bereits über 4200 Seniorinnen und Senioren erreicht. Der Anlass in Gunzwil hat erneut gezeigt, wie wertvoll solche Begegnungen sind – für die Region und für jeden einzelnen Menschen.

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