Natur im Hausgarten - Machen Sie mit

Der Siedlungsraum – insbesondere der Hausgarten -  bietet ein grosses Potential! Wer der Natur auf seinem Grundstück eine Chance gibt, kann sich ein wahres Paradies vor die Haustüre zaubern! Gärten bieten meist bereits durch ihre klein Strukturiertheit naturnahen Lebensräume für Insekten und andere Kleintiere. Wer in seinem Garten naturnahe Kleinstrukturen anlegt, fördert die Vielfalt zusätzlich und wird belohnt mit lebendigen Fläche, in denen sich viel Interessantes beobachten lässt. Igel, summende Insekten, Reptilien, bunte Vogel- und Schmetterlingsarten – sie alle können mit Kleinstrukturen gezielt gefördert werden. Sie übernehmen eine überlebenswichtige Funktionen, sie sind Zufluchtsort, Brutstätte, Ruhezone für Fortpflanzung und Winterschlaf, sie erleichtern die Nahrungssuche und die Ausbreitung. Gerade in stark bebauten Flächen fehlen diese Mikrobiotope. Mit wenig Aufwand und einfachen Materialien wie Stein und Holz werten Sie Fläche um Ihr Haus auf.

 

Zwei wertvolle Entscheidungshilfen, wie Sie in Ihrem Garten aktiv werden können:

 

·           Mehr Natur im Garten – Wie geht das? (6.23 MB)

·           Grosse Vielfalt mit Kleinstrukturen (2.04 MB)

 

 

Nicht alle Pflanzen machen Freude…

Gebietsfremde Pflanzen breiten sich auch in der Region Michelsamt auf Kosten einheimischer Arten aus. Meist gut gemeint im Garten angepflanzt, verselbständigen sie sich und erobern neue Lebensräume. Man bezeichnet sie als invasive Neophyten. So machen sich beispielsweise in den Wäldern den Kirschlorbeer, die Kanadische Goldrute, der Riesen-Bärenklau oder das Drüsige Springkraut breit und überwuchern ganze Flächen wie beispielsweise im Wiholz. Andere Arten machen sich entlang von Bächen breit und sorgen für instabile Bachborte. So findet man beispielsweise den Sommerflieder und asiatische Staudenknöteriche entlang der Wina (z.B. bei der Amtsschreiberei), da sich die Samen über den Wasserweg besonders gut verbreiten. Kommt hinzu, dass sich diese gebietsfremden Arten kaum – und wenn, dann nur mit grossem Kostenaufwand – bekämpfen lassen.

 

Achten Sie deshalb darauf, dass Sie bei der Gestaltung des Hausgartens vor allem auf heimische Arten setzen. Verzichten Sie beispielsweise auf das Pflanzen von Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) oder Sommerflieder (Buddleja davidii), Arten die leider nach wie vor im Verkauf erhältlich sind. Es gibt gute  Alternativen (1.71 MB)

 

Weitere Informationen unter www.arten-ohne-grenzen.ch