Vernetzungsprojekt Michelsamt

Helfen Sie mit…

Das Vernetzungsprojekt Michelsamt will ein Netzwerk von naturnahen Lebensräumen innerhalb der landwirtschaftlich genutzten Flächen zu schaffen. Dazu werden bestehende und neu zu schaffende Lebensraumelemente eng miteinander verknüpfen. Auf diese Weise entstehen zusammenhängende, naturnahe Korridore und Gebiete. Je dichter dieses Netz von Lebensräumen ist, umso vielfältiger zeigt sich die Fauna und umso besser können sich die Populationen wildlebender Tier- und Pflanzenarten entwickeln.

Als zweiten Massnahmenschwerpunkt engagiert sich das Vernetzungsprojekt Michelsamt für die qualitative Verbesserung naturnaher Lebensräume. Am Beispiel der Hecke heisst dies, dass sie möglichst arten- und strukturreich zusammengesetzt ist, einen ausgewogenen Dornenanteil aufweist und über Kleinstrukturen wie Ast- und Steinhaufen verfügt.

Die Teilnahme an einem Vernetzungsprojekt ist den Landwirt freiwillig. Wer mitmacht wird qualitäts- und leistungsbezogen entschädigt. Diese Abgeltung ist in der Bundesverordnung vom 4. April 2001, über die regionale Förderung der Qualität und der Vernetzung von ökologischen Ausgleichsflächen in der Landwirtschaft (Ökoqualitätsverordnung ÖQV), beschrieben und geregelt.

Damit Tiere und Pflanzen erfolgreich gefördert werden können, ist es wichtig, die Landschaft aus deren Optik zu betrachten und auf deren Bedürfnisse auszurichten. Alle vorkommenden Arten können dabei nicht berücksichtigt werden. Deshalb werden aufgrund von Beobachtungen repräsentative Arten, sog. Ziel- und Leitarten, bestimmt, aus deren Ansprüche Massnahmen abgeleitet und Schutzziele formuliert.

Zielarten sind Pflanzen- oder Tierarten, für die konkrete Schutz- und Pflegemassnahmen nötig sind. Massnahmen welche sich auf die Ansprüche der Art in Bezug auf Lebensraum und Lebensbedingungen ausrichten, um deren Entwicklung zu fördern und die Art zu erhalten. Zielarten haben eine besondere Bedeutung für das Planungsgebiet und sind nachgewiesen. Zielarten müssen auf der Roten Liste gefährdeter Tier- und Pflanzenarten mind. als gefährdetet eingestuft sein. Von Schutzmassnahmen sollten auch andere Arten profitieren.

Anhand der Bestimmung und der Beobachtung einer Zielart kann beispielsweise die Wirksamkeit von ökologischen Ausgleichsmaßnahmen innerhalb eines Lebensraumes überprüft werden. Leitarten sind charakteristische Arten eines Landschafts- oder Lebensraumtyps. Sie sind in ihrem typischen Lebensraum mit grosser Regelmässigkeit anzutreffen – oder waren es zumindest bis vor kurzer Zeit. Leitarten sind leicht erkennbare, meist auffällige Arten von denen gut bekannt ist, wie man sie schützen und fördern kann. Wo Leitarten vorkommen, herrschen auch gute Bedingungen für zahlreiche andere Arten, die den gleichen Lebensraum bewohnen. Schutzmassnahmen für Leitarten helfen also ganzen Gemeinschaften von Tier- und Pflanzenarten.

  Zusammenstellung der im Vernetzungsprojekt Michelsamt definierten Ziel- und Leitarten (3.65 MB)

  Zwischenbericht (956.19 KB)

  Die Verantwortlichen sehen sich auf Kurs (1.68 MB)


Ansprechpersonen des Vernetzungsprojekts Michelsamt sind:

Präsident
Pius Estermann, Gstell 1, 6222 Gunzwil

Geschäftsführer
Stephan Furrer, Sonneweid, 6222 Gunzwil

Ressort Projekte u. Öffentlichkeitsarbeit

Werner Hüsler, Sonnweid 1, 6025 Neudorf


Interessantes zum Vernetzungsprojekt Michelsamt…

   Landwirtschaft und Jagd - Hand in Hand  (108.59 KB)

   Zeitungsbericht Störche 1  (3.81 MB)

   Zeitungsbericht Störche 2  (2.74 MB)

   Kilbistand Neophyten  (1.89 MB)

   Umsetzung Moosmatte  (3.2 MB)

   Erfolge beflügeln und motivieren für die Zukunft  (2.61 MB)

   Lebensraum Hecke – Qualität macht die Musik  (7.13 MB)

   Bereits über die Hälfte aller Bauernfamilien machen mit  (2.69 MB)

   Bauernfamilien fördern Lebensvielfalt - Dez.2011  (2.37 MB)

   Raum für die Natur  (3.64 MB)

   Optimale Bedingungen für die Tier- und Planzenwelt  (2.95 MB)


   Mehr dazu .........  (900.06 KB)